• Aufruf vom 4. Mai - «Für einen lokalen und nachhaltigen Neubeginn»


  • Lassen Sie uns am Tag der Wiedereröffnung des Parlaments gemeinsam dafür sorgen, dass unsere gewählten VertreterInnen den Wunsch nach einer anderen, menschlicheren und nachhaltigeren Zukunft hören.

    Seit Beginn der Quarantänemassnahmen haben sich unser Leben und unsere Gewohnheiten drastisch verändert. Wir alle haben ungewöhnliche Erfahrungen gemacht, die unsere Lebensweise und unsere Werte in Frage stellen, manchmal mit Schmerzen, aber auch mit Freude über eine gestärkte soziale Bindung und einen erneuerten Kontakt zur Natur.

    Viele von uns empfinden die Erfahrungen rund um COVID-19 als einen Weckruf. Viele von uns wollen eine andere Zukunft aufbauen, eine Zukunft, die den Menschen und die Natur mehr respektiert.

    Krisen sind Schlüsselmomente, in denen sich das Feld der Möglichkeiten erweitert.

    Das Parlament tritt vom 4. bis 8. Mai zu einer ausserordentlichen Session zusammen, und wird den Bundesrat im Umgang mit COVID-19 begleiten. Wirtschaftskreise äusserten sich ausführlich zu diesem Thema und drängten auf einen raschen Neustart des Wirtschaftssystems im «Business-as-usual»-Modus, mit Unterstützung für Grossunternehmen, während Familien und Selbstständige allzu oft vernachlässigt werden.

    Überlassen wir das Redemonopol nicht den Wirtschaftsverbänden. In unserer direkten Demokratie müssen unsere Politikerlnnen heute mehr denn je auf die Stimmen der Bevölkerung hören.

    Wir alle haben erfahren, was wesentlich und was überflüssig ist. Wir alle haben gesehen, dass unser Überleben von vielen Berufen in den Bereichen der Gesundheit und Ernährung abhängt, Berufe, die oft unterbewertet werden.

    Wir alle haben erkannt, dass der Überfluss an Nahrungsmitteln unbeständig ist. Die globalisierte Produktion der Nahrungsmittel - unterstützt von unseren Regierungen – geschieht oft auf Kosten der Natur und Umwelt.

    Jede und jeder hat die Bedeutung der Stellung der Frau in unserer Gesellschaft und in unseren Haushalten erfahren: Allzu oft kumulieren sich bezahlte Arbeit, Haus- und Betreuungsarbeit bei den Frauen.

    Aus diesen Gründen fordern wir die ParlamentarierInnen auf, ein Programm für den Wiederaufbau der Wirtschaft in die Wege zu leiten, das folgende Punkte berücksichtigt:

    • Der Wiederaufbau wird sozialer
    - Wertschätzung der Berufe, die sich in diesen Krisenzeiten als wesentlich erwiesen haben
    - Anerkennung der grundlegenden Rolle der Hausarbeit, die weitgehend von Frauen ausgeführt wird
    - Unterstützung der von «COVID»-Hilfsprogrammen Vergessenen («kleine» Unabhängige)

    • Der Wiederaufbau wird lokaler
    - Begünstigung von kurzen Transportwegen
    - Verringerung der internationalen Abhängigkeiten (Nahrungsmittel, medizinische Produkte usw.)

    • Der Wiederaufbau wird ökologischer
    - Unterstützung nur für nachhaltige wirtschaftliche Aktivitäten

  • 4. Mai 2020 – Der heutige Tag in Bildern aus Bern und aus der Romandie



  • Die Petition des Aufrufs vom 4. Mai und die beinahe 60’000 Unterschriften wurden am 5. Juni ans Parlament gesandt.



    Sie können den Aufruf weiterhin unterstützen, Ihre Kommentare teilen und Neuigkeiten zur Fortsetzung des Aufrufs vom 4. Mai erhalten, indem Sie das untenstehende Formular ausfüllen.

    Und jetzt… Es wurden viele Kontakte mit Vereinen, Gruppen und Bewegungen geknüpft, die ähnliche Ziele verfolgen wie der Aufruf vom 4. Mai. Wir beteiligen uns an einer Reflexion, um möglichst viele Konvergenzen festzulegen und effiziente Aktionen zu entwickeln, um eine Rückkehr zum Anormalen zu verhindern. Falls Sie interessiert sind, mitzudenken, senden Sie uns bitte eine Mail.

    Wir werden Sie über die Entwicklung dieser Arbeit und die konkreten Vorschläge auf dem Laufenden halten, um die «Welt danach», von der wir träumen, so rasch wie möglich zusammen zu erschaffen.

    Um informiert zu bleiben und sich dem Aufruf anzuschliessen













    Ich möchte nicht, dass mein Name auf dieser Webseite angezeigt wird.




  • Ihre persönlichen Daten werden in keinem Fall an Dritte weitergegeben.

    Sie können uns folgen




Seit dem Beginn der Quarantänemassnahmen haben sich – im Herzen der wirtschaftlichen Entschleunigung und besorgt über eine Wiederaufnahme der Normalität, des Business-as-usual – Bürgerinnen und Bürger zusammengeschlossen, um diesen Aufruf zum 4. Mai zu lancieren. Wir sind KrankenpflegerInnen, LehrerInnen, StudentInnen, RegisseurInnen, FotografInnen, AutorInnen, ÄrztInnen, LandwirtInnen, frei von jeglicher Zugehörigkeit zu einer politischen Partei oder Organisation und leben in der Romandie. Wir laden alle (Einzelpersonen und Organisationen), die sich in den Werten dieses Aufrufs wiedererkennen dazu auf, ihn zu unterstützen, sich anzueignen und zu verbreiten.




Unter den zahlreichen Unterzeichnenden unterstützen uns auch folgende Personen:
Thomas Wiesel, Humorist
Simon Corthay, Journalist
Lytta Basset, Honorarprofessorin, Universität Neuenburg
Madeleine Caboche, pensionierte Journalistin
Sylvie Podio, Stadträtin
Céline Vara, Ständerätin
Louisa Becquelin, Illustratorin
Matthieu Gafsou, Fotograf
Alexandre Cellier, Musiker
Bernard Jonzier, Journalist
Sara Gnoni, Gemeinderätin, Präsidentin von ToxicFree Schweiz
Dominique Bourg, Honorarprofessor
Alberto Mocchi, Verbandspräsident, Stadtrat
Alix Noble Burnand, Thanatolog
Christine Pompéi, Jugend-Autorin
Tom Tirabosco, Künstler
Christel Berset, Politologin
Béatrice Lovis, Forschungsbeauftragte
Karim Slama, Schauspieler-Humorist
Karine Guignard, Musikerin (la Gale)
Alizé Oswald, Xavier Michel, Musiker·in (Aliose)
Lionel Frésard, Schauspieler
Nathalie Chèvre, Ökotoxikologin
Claude Barras, Filmemacher
Lauriane Gilliéron, Schauspielerin

Und mehrere zehntausend schweizer Bürgerinnen und Bürger